Mit einem Babybauch durch den Sommer

23.April 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »

© 3dvin - Fotolia.com

© 3dvin - Fotolia.com

Wenn eine Frau schwanger ist, empfindet sie wohl das größte Glück der Erde. Jedoch kann das Schwanger sein manchmal auch ganz schön anstrengend sein, weswegen man sich einige Tipps zu Gemüte führen sollte, um wirklich gut durch die Schwangerschaft zu kommen. Gerade wenn man auch noch im Sommer hochschwanger sein sollte, sind einige Tipps wirklich Gold wert.

So freuen sich die meisten Schwangeren zuerst wenn die Temperaturen steigen, da sie das Kind nicht mehr unter Jacken packen müssen und luftigere Sachen anziehen können. Wenn die Temperaturen dann jedoch noch weiter steigen, kehrt sich dies meistens um. So haben Schwangere unter der starken Hitze meistens noch mehr zu leiden als “Normalmenschen”. So empfiehlt es sich unter anderem, die direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Neben der hohen Hitze ist es vor allem aufgrund der stärker auftretenden Pigmente ratsam. 

Man sollte außerdem die Wahl des Essens bedenken. So empfiehlt es sich nicht schwere saftige Mahlzeiten wie etwa eine ordentliches Rinderhacksteak zu sich zu nehmen. Viel wichtiger ist es leichte Kost zu essen, um so den Körper nicht zu sehr zu fordern. Genauso sollte man die Finger auch von zu scharfem Essen lassen, da die Schweißausbrüche sonst um einiges verstärkt werden und gar kein Ende mehr nehmen. 

Auch im Sommer sollte nicht auf Sport verzichtet werden, da dies den Kreislauf ankurbelt und möglichen Schwangerschaftsbeschwerden vorbeugt. Dabei empfiehlt sich eher leichter Sport wie etwa schnell gehen, Rad fahren oder schwimmen. Gerade Wasser-Aerobic ist sehr wirkungsvoll, da es eine Entlastung für den Körper darstellt und die Schwangere sportlich trotzdem fordert. Ansonsten gilt es eigentlich genau die Dinge zu beachten, die man auch sonst während einer Schwangerschaft beherzigen sollte. Einzig dass auch etwas mehr getrunken werden sollte, wäre hier noch hinzuzufügen.

Schwangere und Mütter können Trinkwasseruntersuchung fordern

12.März 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »

© detailblick - Fotolia.com

© detailblick - Fotolia.com

Mieter und vor allem Mütter in Thüringen können aufatmen: Seit Anfang 2012 können insbesondere Schwangere, junge Frauen und Eltern mit Kleinkindern, die zur Miete leben, kostenfrei ihr Leitungswasser auf Blei untersuchen lassen. Dazu braucht es lediglich ein kurzes Gespräch mit einem Mitarbeiter des Gesundheitsamts. Dabei bekommt man eine Flasche, die man mit Trinkwasser von Zuhause auffüllt und dann im Gesundheitsamt wieder ab gibt. Per Post gibt es dann die Ergebnisse der Analyse. Ein solcher Test ist alles andere als preiswert – und doch ist sauberes Trinkwasser wichtiger als gedacht, gerade für Säuglinge und Kleinkinder.

Die ganze Aktion ist Teil des Thüringer Programms „Bleirohre in der Hausinstallation“. Bis 1973 wurden beim Häuserbau häufig Bleirohre verwendet, weil man noch nicht um die gesundheitsgefährdenden Aspekte des stabilen Materials wusste. Eigentlich sollten alle Bleirohre bei Sanierungen ersetzt werden – Fakt ist allerdings, dass Trinkwasser noch in vielen alten Wohnhäusern aus Bleirohren fließt. Gemeinsam mit dem Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz und den Gesundheitsämtern will das Thüringer Gesundheitsministerium so den restlichen Bleirohren auf die Schliche kommen – und ihre Bewohner schützen. Denn Blei ist ein Nerven- und Blutgift, was sich in den Knochen anreichert und nur sehr langsam wieder abgebaut wird. Vor allem Kinder scheiden Blei besonders langsam aus. Trinkt die Mutter Wasser mit Blei, bemerkt sie eventuell gar keine Nebenwirkungen, da sie mehr vom Nervengift verträgt. Stillt sie aber ihr Kind, bekommt es auf diesem Wege auch Blei – und kann im schlimmsten Fall an einer Vergiftung erliegen.

Bislang haben erst zwei Mieter vom neuen Service Gebrauch gemacht – beides Male mit einem negativen Ergebnis, die Grenzwerte wurden also zum Glück nicht überschritten. Doch während man sich hierzulande um Blei im Wasser Sorgen macht, ist der Rest der Welt überhaupt froh, an halbwegs trinkbares Wasser zu kommen: Obwohl es sich um ein Menschenrecht handelt, haben rund 11 Prozent der Weltbevölkerung noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rund 3.000 Kinder sterben täglich durch Durchfall, der von verunreinigtem Wasser stammt.

Job und Schwangerschaft: Arbeitsrecht für werdende Mütter

1.März 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
© S.Kobold - Fotolia.com

© S.Kobold - Fotolia.com

Da die Kriterien für vorzeitigen Mutterschutz sehr stark verschärft wurden, sehen sich immer mehr Schwangere in der Situation, dass sie entweder in den Krankenstand flüchten oder kündigen. 

Es gibt die sogenannte Schutzfrist. Diese besagt, dass Schwangere in den letzten acht Wochen vor dem Entbindungstermin ihres Babys nicht arbeiten dürfen. Es gibt jedoch Ausnahmen. Arbeitet man in einem Beruf, der eine Gefahr für Mutter und Kind darstellt, darf man früher freigestellt werden. Darüber entscheidet jedoch der Facharzt. Dieser muss die gewünschte Freistellung zum einen bewilligen und schriftlich begründen. Das letzte Wort sprich aber im Zweifels Fall der Amtsarzt oder Arbeitsinspektionsärzte.

Neben der Schutzfrist gibt es sogenanntes Wochengeld. In der Zeit des Mutterschutzes erhalten die Frauen Seitens der Krankenkasse ein sogenanntes Wochengeld. Der Arbeitgeber zahlt während des Wochengeldes weder Lohn noch Gehalt, auch nicht im frühzeitigen Mutterschutz.

Der Oberkärntner Gynäkologe Klaus Veiter findet die Sparmaßnahmen an Schwangeren unverschämt. Seit einiger Zeit gilt der Erlass aus dem Sozialministerium, dass die Kriterien zum vorzeitigen Mutterschutz verschärft hat. Laut diesem gilt seit einem Jahr, dass Beschäftigungsverbote nicht mehr vor der 15. Schwangerschaftswoche ausgestellt werden können. Auch wer über Dauerübelkeit klagt, muss arbeiten gehen und kann sich nicht freistellen lassen.

Insgesamt wurden im Jahr 2011 nun 15,75 Prozent weniger Schwangere in Kärnten freigestellt als in den Vorjahren. Die Kasse hat so Einsparungen von 5,5 Millionen Euro eingefahren. Unfair finden viele. Denn den Arbeitgeber kostet der frühzeitige Mutterschutz überhaupt nichts, lediglich die Kassen wollen sparen. Die neuen Bestimmungen zeigen ihre Wirkung. Immer mehr Frauen kündigen ihren Job, wenn sie keine frühzeitige Freistellung bekommen. Den Meisten ist ihre Gesundheit und die ihres Kindes wichtiger als der Beruf. Fatal für die Zukunft, da Frauen so auf alle Leistungen verzichten und schlussendlich keine Garantie dafür bekommen, ihren Job zurückzuerhalten, wenn der Mutterschutz vorbei ist.

Der Babybauch – Anfassen erlaubt?

22.Februar 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
© Reicher - Fotolia.com

© Reicher - Fotolia.com

Ein runder Schwangerschaftsbauch lässt kaum einen, der ihm begegnet, uninteressiert weiterziehen, sondern lädt mehr als jeder andere zum streicheln ein. So manchen lässt der Anblick die Mutter, der der pralle Bauch gehört vergessen und übergehen, um sich stattdessen mit vielen Berührungen eingehend mit dem noch ungeborenen Kind im Inneren zu unterhalten. Viele Schwangere haben nichts dagegen, sich von Bekannten oder sogar auch Fremden über den Bauch streichen zu lassen. Sie freuen sich über die allgemeine Anteilnahme und präsentieren ihren Bauch stolz dem Rest der Welt.

Andere jedoch möchten ihren Babybauch gerade zu Beginn der Schwangerschaft am liebsten möglichst verstecken. Sie fühlen sich zum Teil fremd im eigenen Körper und empfinden die Veränderungen, die mit an und in ihnen vorgehen streng als Teil der eigenen Intimsphäre. Deshalb sollte man stets bei noch so schmelzenden Gefühlen beim Anblick eines runden Babybauchs stets die dazugehörende Person fragen, ob es wirklich in Ordnung ist, ihn anzufassen.

Man stelle sich vor, man stünde an der Kasse im Supermarkt und ein Fremder fragt danach, ob er den Bauch anfassen dürfe, weil wer so schön aussieht. Eine kaum vorstellbare Situation für alle, die nicht schwanger sind, aber für alle anderen durchaus eine Alltagssituation. Wenn man es auch nicht böse meint und die Gefühle beim solch einem bezaubernden Anblick schon einmal verrückt spielen können, sollte man sich dennoch stets gewiss sein, dass man damit möglicherweise schon der fünfte Kandidat an einem Tag ist. Hinzu kommt noch, dass Schwangere sich nicht nur mit der überschwänglichen Aufmerksamkeit und dem ständigen Anfassen konfrontiert sehen, sondern auch die Hormone durcheinander geraten und sie sich schnell als Spielball der eigenen Gefühle sehen. 

Deshalb sollte die gelegentliche Abwehrhaltung keineswegs persönlich genommen werden und es heißt Abstand halten und nachfragen, statt die Frau, der der Babybauch gehört, zu übergehen.

Schwanger in die Sauna?

16.Februar 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
© id-foto.de - Fotolia.com

© id-foto.de - Fotolia.com

Saunagänge sind gesund. Beim Schwitzen werden die Poren geöffnet und durchblutet. Wer seit Wochen mit einer Erkältung zu kämpfen hat, bei dem kann ein Saunagang wahre Wunder bewirken. Sowohl Husten als auch Atemprobleme können innerhalb weniger Saunagänge verbannt werden. Kein Wunder, dass das Schwitzen zu einer Art Mode-Hobby geworden ist, denn Saunagänge sind nicht nur gut für die Gesundheit, Sauna macht auch Spaß und erhöht das allgemeine Wohlbefinden.

Doch wie sieht es eigentlich bei werdenden Müttern aus? Können Schwangere auch in die Sauna gehen? Und wird deren Gesundheit, als auch die der ihrer Kinder ebenfalls gesteigert?

Keine Sorge, Frauen, die bereits vor ihrer Schwangerschaft regelmäßig in die Sauna gegangen sind, dürfen beruhigt weiterhin die wohltuenden Aufgüsse wagen. Frauen jedoch, die zuvor eher unregelmäßig oder gar nicht in die Sauna gegangen sind, sollten vorsichtig sein, denn wer die Hitze nicht verträgt oder sich noch nicht an sie gewöhnt hat, dessen Kreislauf kann schnell absacken. Hier raten Ärzte zu einem Gespräch mit dem Frauenarzt. 

Gerade am Anfang der Schwangerschaft reagieren Babys sehr sensibel auf Hitze oder Temperaturschwankungen, im Mutterbauch. 

Aber auch Frauen, die vor der Schwangerschaft häufig in die Sauna gegangen sind, sollten ihre Besuche im Dampfbad während der Schwangerschaft etwas einschränken. Gegen regelmäßige Besuche ist nichts zu sagen, doch Sie sollten es auf maximal zwei Besuche pro Woche beschränken.

In der Kürze liegt die Würze – ganz nach diesem Motto sollte man die Dauer der Saunabesuche reduzieren. Auch die Temperaturen sollten nicht zu hoch sein. Wer sich dazu etwas Gutes tun möchte, der kann vor dem Saunagang ein warmes Fußbad nehmen – das fördert die Durchblutung im ganzen Körper. 

Wer diese Regeln befolgt, der wird von den Saunagängen nur profitieren, denn die Wärme ist gut für die Entspannung der Muskulatur und fördert so eine leichtere Geburt.

Berliner Studie: Väter bei der Geburt

12.Januar 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
© Misha - Fotolia.com

© Misha - Fotolia.com

Wenn ein Kind zur Welt kommt, leistet in erste Linie natürlich die Mutter die Arbeit im Kreissaal. In Filmen wird der werdende Vater im Kreissaal oft ohnmächtig, wartet lieber draußen oder schafft es gar nicht erst rechtzeitig in die Klinik um bei der Geburt des Kindes dabei zu sein. In der realen Welt sind Väter jedoch immer mehr interessiert. Sie wollen dabei sein, der Partnerin den Rücken stärken und das Wunder der Geburt mit eigenen Augen sehen. Trotzdem ist die allgemeine Filmdarstellung des Vaters gar nicht mal so übertrieben, denn viele werdende Väter haben verschiedene Ängste vor ihrer Rolle im Kreißsaal.Welche Ängste genau dahinter stecken, haben 2 Berliner Gynäkologen mit Hilfen von Umfragen an der Berliner Charité untersucht. Befragt wurden 86 Männer, die Ihre Frauen in der Klinik in den Kreissaal begleitet haben. Insbesondere die Angst zu versagen, sich hilflos zu fühlen während der Geburt, stand ganz oben auf der Ergebnisliste. Immerhin haben sich 29 Prozent der Männer davor gefürchtet.

Auch die Sorge darum, dass sie das Klinikpersonal oder sogar die eigene Frau mit ihrer Anwesenheit bei der Geburt stören könnten, hatten immerhin 15 Prozent der Studienteilnehmer. 10 Prozent ängstigten sich vor dem berühmten in Ohnmacht fallen. Tatsächlich ist jedoch nur einer der werdenden Väter ohnmächtig geworden. Einem weiteren wurde  während der Geburt übel, während sich drei der werdenden Väter entschlossen den Kreissaal zu verlassen, als sie die Situation nicht mehr aushalten konnten. 

Als die Geburt erst einmal überstanden war, kam das Selbstvertrauen der Väter schnell wieder zu zurück. Immerhin gaben 94 Prozent der Befragten an, das Gefühl zu haben während der Geburt hilfreich gewesen zu sein. Keiner der Männer hatte es bereut mit im Kreissaal gewesen zu sein.

Trotzdem gab es Momente, die die Männer als besonders schlimm empfunden hatten. So zum Beispiel der Augenblick in dem die Frau zu weinen oder zu schreien anfing. Schlimm war es für die werdenden Väter natürlich auch, wenn Komplikationen während der Geburt auftraten oder es plötzlich hektisch im Kreißsaal wurde.

Gleichzeitig konnten sie aber auch besonders schöne Momente benennen. So zum Beispiel der Blick in die Augen der Mutter, wenn alles überstanden war oder auch der erste Schrei des Babys, nachdem es das Licht der Welt erblickt hatte.

Insgesamt wird deutlich, dass das Interesse der Väter am Vorgang der Geburt teilzuhaben, im Gegensatz zu früher, stark zugenommen hat. Viele Ängste der Männer untereinander sind ähnlich, bewahrheiten sich jedoch am Ende nicht unbedingt. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch, macht man(n) sich meist vorher mehr Sorgen als Dinge dann wirklich eintreten.

Vegetarisch in der Schwangerschaft

6.Januar 2012 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
© detailblick - Fotolia.com

© detailblick - Fotolia.com

Geht das überhaupt: Vegetarisch schwanger? Die Antwort ist ganz einfach: Na klar! Wenn sie jedenfalls schon vor ihrer Schwangerschaft auf Fleisch verzichtet haben, gibt es keinen Grund, warum sie nun wieder anfangen müssten, Fleisch zu essen. Dennoch gibt es einige Besonderheiten zu beachten, damit es nicht zu einem Nährstoffmangel kommt. Doch um ausgewogen, abwechslungsreich und energiereich zu essen, braucht es keine tierischen Produkte, auch wenn in diesen besonders viele wichtige Stoffe stecken.

Allgemein gilt: Viel Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte. Die Süßigkeiten, Weißmehl- oder Fertigprodukte lieber im Schrank lassen – denn zu diesen greifen Vegetarier besonders häufig und diese sind alles andere als gesund. Wer hingegen auch auf Milch und Eier verzichtet hat, sollte sich überlegen, den Verzicht kurzzeitig zu unterbrechen – sonst kann es schwer werden, alle nötigen Nährstoffe zusammenzubekommen. Dann riskiert man eine Mangelversorgung des eigenen Säuglings und riskiert alle möglichen Erkrankungen. Daher empfehlen Experten veganen Schwangeren auch stets, ihre Ernährungsgewohnheiten für die Zeit der Schwangerschaft umzustellen. Besonders schwer kann es werden, das Vitamin B 12 anzureichern. Dieses wird zum Aufbau des Nervensystems des Säuglings benötigt und regt die Bildung roter Blutkörperchen an.

Besonders kritisch wird es bei Eisen und Jod. Eisen steckt hauptsächlich in Fleisch, Jod in Fisch – wer weder Fisch, noch Fleisch isst, geht also beinah leer aus. Doch bei der Vorsorgeuntersuchung beim Arzt werden sie regelmäßig auf einen Eisenmangel kontrolliert, zur Not gibt es Medikamente. Besser ist natürlich, einem Eisenmangel vorzubeugen: Grünes Gemüse wie Brokkoli oder grüne Bohnen, Linsen, Hirse, Weizen- und Haferlkleie sowie Vollkornprodukte beinhalten besonders viel Eisen. Wer konsequent Jodsalz zum Kochen verwendet, sollte auch ohne den Genuss von Fischen zu seinem Jod kommen.

Die Wochenbettdepression

26.Dezember 2011 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
 drubig-photo - Fotolia.com

Für viele Frauen geht die Geburt des eigenen Kindes mit einer sehr großen emotionalen Anspannung und Belastung einher. Viele reagieren auf die Geburt mit dem sogenannten Babyblues. Auch wenn man erwarten würde, dass nach der Geburt die Freude überwiegen sollte, tritt danach eine tiefe Traurigkeit auf. Wenn so etwas auftreten sollte, darf man es keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, da es sich dabei womöglich um eine postpartale Depression handelt.

Schätzungen zu Folge tritt eine postpatale Depression (postpartal = nach der Geburt) bei 50% bis 80% der Mütter unmittelbar nach der Geburt auf. In den meisten Fällen ist eine solche Depression nicht von Dauer. Dann spricht man vom sogenannten Babyblues. Dabei leiden die Mütter unter Stimmungsschwankungen, sind traurig und weinen oft. Dieses Stimmungstief wird durch die extreme Hormonumstellung im Körper verursacht. Denn ungefähr vier Tage nach der Geburt fallen Östrogen- und Progesteronwerte im eigenen Körper ab, dagegen nimmt die Prolaktinproduktion für die Milchbildung zu.

In den meisten Fällen soll der Babyblues nach nur wenigen Tagen abklingen. Wenn er aber über zwei oder mehr Wochen anhalten soll oder auch erst eine Woche nach der Geburt eintritt, sprechen Ärzte bereist von einer Wochenbettdepression. Die Betroffenen haben dabei mit den gleichen Symptomen zu kämpfen wie bei einer typischen Depression. Am Anfang wird öfter angenommen, dass das schlechte Befinden aufgrund des fehlenden Schlaf aufgetreten ist, wegen der körperlichen Umstellung oder aber wegen der ungewohnten Rolle als Mutter. In der Tat kann es gleich mehrere Ursachen, die für eine postpartale Depression verantwortlich sind. Dazu gehören die Umstellung der Hormone im Körper aber auch andere Faktoren wie Angst, unbekannte Erfahrungen, Überlastung durch die vielen und zudem neuen Aufgaben, die sich eine Mutter stellen soll.

Auch psychische Leiden, die bereits vor der Entbindung vorhanden waren, sind ein möglicher Faktor. Es gilt als bewiesen, dass Frauen, die bereits vor der Geburt an einer psychischen Erkrankung litten, mit größerer Wahrscheinlichkeit auch an einer postpartalen Depression erkranken können. Eine postpartale Depression kann auch dann auftreten, wenn die Mutter aus zerrütteten Familienverhältnissen kommt, ein schwaches Selbstwertgefühl hat oder traumatische Erlebnisse hinter sich hat. Auch wenn diese Faktoren bekannt sein soll, lässt sich eine solche Depression allerdings nicht mit Sicherheit vorhersagen.

Eine solche Erkrankung sollte auf jeden Fall fachgerecht behandelt werden.

Gewalterfahrungen beeinträchtigen die Schwangerschaft

6.Dezember 2011 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »
© unpict - Fotolia.com

© unpict - Fotolia.com

Eine neue repräsentative Studie, in der 13 Prozent aller Frauen angaben bereits sexuelle Gewalt erlebt zu haben, alarmiert Psychologen und Ärzte. 

Schwangerschaft kann Frauen in existenzielle Krisen führen, die im schlimmsten Falle mit der Tötung des eigenen Babys enden, wie es unlängst in Berlin geschah. Das Risiko für das Eintreten solcher Komplikationen ist bei Frauen, die Bereits Opfer sexueller Gewalt wurden besonders hoch. Diese Art von Komplikationen können vor, während und nach der Geburt des Kindes eintreten und sind meist medizinisch-psychologischer Natur. Es kann zu Komplikationen bei der Entbindung kommen, oder sogar zu einer ausgeprägten Wochenbettdepression

Die Gynäkologin Maren Goeckenjan von der Frauenuniversitätsklinik Heidelberg kritisiert, dass die Fakten der Studie, die keinesfalls neue Erkenntnisse seien, nicht in die klinische Praxis der Schwangerschaftbetreuung einfließen würden. Sie fordert eine bessere Vernetzung von Psychatrie, Polizei, Frauenhäusern und anderen Institutionen, bei denen betroffene Frauen Hilfe finden können. 

Die Umfrage macht deutlich, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftlich weit verbreitetes Phänomen ist. Aber auch die Schwangerschaft an sich, kann zu mehr Gewalt führen, denn sie stellt die Partnerschaft auf eine massive Probe. Durch die Schwangerschaft können auch finanzielle Probleme auftreten, was einer anderen Studie zufolge, genauso wie Stress das Aggressionpotential in der Partnerschaft erhöht.

Goeckenjan hält die Ärzteschaft dazu an genau hinzuschauen. Die Gynäkologin sagte wörtlich: “Es kommt auf das Verständnis und die Interpretation von besonderen Verhaltensweisen an, wie plötzliche Verhaltensänderungen, Probleme im Arzt-Patienten-Verhältnis oder Panik angesichts medizinischer Maßnahmen”

Spezielle Workshops können dem Klinikpersonal ein besseres Verständnis und Gespür für den Umgang mit Frauen, die Opfer sexueller Gewalt wurden, vermitteln. Langfristig wäre, so Goeckenjan, eine Vermittlung der betroffenen Frauen an Psychotherapeuten von Vorteil. 

Alternative Heilmethoden in der Schwangerschaft

17.November 2011 von Der Schwangerschaftsberatung Keine Kommentare »

© detailblick - Fotolia.com

© detailblick - Fotolia.com

Ganzheitliche Behandlungsmethoden werden immer populärer und sind längst kein schräg angesehenes Esoterik-Phänomen. Auch für Schwangere und junge Mütter gibt es viele alternative Heilmethoden wie Homöopathie, Osteopathie und Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, die meist erheblich gesünder, effektiver und verträglicher als die Pillen der westlichen Schulmedizin sind. Noch dazu können viele Schwangere diese Pillen nicht einnehmen, weil der Großteil von ihnen nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden dürfen, da sie den Fötus in seiner Entwicklung hindern können. Um den passenden Heilpraktiker zu finden, einfach bei der Hebamme nachfragen.

Homöopathische Mittel etwa können helfen, um Übelkeit und niedrigen Blutdruck loszuwerden. Die rein pflanzlichen Präparate gelten meist als absolut unbedenklich für den Nachwuchs. Dabei bekämpft Homöopathie nicht die Krankheit, sondern stärkt die eigenen Selbstheilungskräfte. Wichtig dafür ist, ein ausführliches Gespräch bis zu zwei Stunden lang mit dem Heilpraktiker zu führen, denn auch Lebensumstände und Vorgeschichte können die Auswahl der richtigen Arznei aus den derzeit rund 3.000 verfügbaren Mitteln beeinflussen.

Die TCM gibt es seit 5.000 Jahren und orientiert sich stark an der chinesischen Lehre der fünf Elemente: Erde, Holz, Feuer, Wasser und Metall. Jede Krankheit hat laut der TCM mit einer Störung in einem dieser fünf Funktionskreise im menschlichen Körper zu tun. Ziel ist dabei, den Fluss der Lebensenergie, in Chinesisch “Qi”, wieder zum Fließen zu bringen. Dafür werden unterschiedliche Methoden wie Akupunktur und Moxibustion, Kräuterheilkunde, Ernährungslehre, Massage, Quigong und ähnliche Bewegungsübungen kombiniert.

Die Osteopathie ist die jüngste der drei hier vorgestellten alternativen Heilmethoden, sie geht auf den US-amerikanischen Arzt Andrew Still zurück, der 1917 verstarb. Er versuchte durch Massagen, Funktionsstörungen auf drei Ebenen des Körpers zu bekämpfen: Solche im Bewegungsapparat, den inneren Organen und dem Schädel und Gehirn.